
| Schwyz | |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Schwyz |
| Bezirk: | Schwyz |
| BFS-Nr.: | 1372Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde |
| PLZ: | 6430 |
| UN/LOCODE: | CH SCZ (Schwyz) CH SWN (Seewen) |
| Koordinaten: | (692727 / 208442)47.0205468.658332516Koordinaten: 47° 1′ 14″ N, 8° 39′ 30″ O; CH1903: (692727 / 208442) |
| Höhe: | 516 m ü. M. |
| Fläche: | 53.28 km² |
| Einwohner: | 14'186Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Stadt
(31. Dezember 2007) |
| Website: | www.gemeindeschwyz.ch |
| Karte | |
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Die politische Gemeinde Schwyz (früher Schwiz; Aussprache [ʃviːts]) ist der Hauptort des Kantons Schwyz sowie des gleichnamigen Bezirks. Schwyz liegt 516 m ü. M. (Dorfplatz) am Südhang unter den Mythen zwischen Lauerzersee und Vierwaldstättersee.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Schwyz setzt sich aus den Ortsteilen Schwyz, Rickenbach, Ibach und Seewen zusammen. Die Ortschaft Schwyz selber wird auch Flecken Schwyz genannt. Die drei übrigen Ortsteile werden auch als Filialen bezeichnet, also Filiale Ibach, Filiale Seewen und Filiale Rickenbach. Diese Filialen führen, obwohl sie heute miteinander verwachsen sind, eine dörfliches Eigenleben, besitzen auch ihre eigenen Kirchen sowie Wappen. Daneben gibt es noch Weiler die jeweils einem der Ortsteile zugewiesen werden.
Da sich der Name der Gemeinde Schwyz weder aus dem Alemannischen noch aus dem Latein erklären lässt, muss er aus der Zeit stammen, bevor die Gegend von den Römern besiedelt wurde. Alle weiteren Mutmassungen über die Bedeutung des Wortes sind reine Spekulation.
Chronisten des 15. und 16. Jahrhunderts berichten, das Volk der Schwyzer sei zur Zeit einer grossen Hungersnot vom Norden her eingewandert. Die Sage erzählt von Suit, der seinen Bruder Scheijo im Zweikampf besiegte und darum dem neubesiedelten Land den Namen geben durfte.
Anno 972 werden die Bewohner des Talkessels unter den Mythen erstmals als «Suittes» erwähnt.
Der Gemeindename Schwyz wurde früh auf den ganzen Kanton übertragen; der Kanton Schwyz gab schliesslich der Schweiz ihren Namen.
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1850 | 5432 |
| 1900 | 7398 |
| 1950 | 10259 |
| 1960 | 11007 |
| 1970 | 12194 |
| 1980 | 12100 |
| 1990 | 12723 |
| 2000 | 13763 |
Fläche
Schwyz besitzt eine eigene Kantonsschule, die sich Kantonsschule Kollegium nennt. Das Gebäude der Schule besitzt hohen Repräsentationswert.
In Schwyz befindet sich das Bundesbriefmuseum mit dem Bundesbrief von 1291 und anderen alten Urkunden und Bannern der alten Eidgenossenschaft. Die Hauptfassade wird vom berühmtesten Wandbild des Urner Malers Heinrich Danioth geschmückt.
Reich ausgestattet ist das Wohnmuseum im Ital-Reding-Haus. Zu besichtigen ist auch das alte Haus Bethlehem aus der Zeit der Gründung der Schweiz und der Schwyzer Schatzturm.
Einen Kontrapunkt – und damit ein weiteres Symbol für den Aufbruch – setzt dagegen das moderne Forum der Schweizer Geschichte. Hier findet die Geschichte nicht in der blossen Rückwärtsbetrachtung statt, sondern wird zur lebendigen Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Einem ähnlichen Spannungsfeld ausgesetzt ist auch das reiche kulturelle Schaffen in Schwyz, wo anno 1991 mit dem «Mythenspiel» ein neuer Ansatz für die dramaturgische Inszenierung der Gründungsgeschichte gewagt wurde und wo die fasnächtlichen Japanesenspiele oder die regelmässigen Aufführungen des Laienspiel-Ensembles «bühne 66» mehr sind als die blosse Wiederholung von Traditionen. Sie gedeihen zum Nährboden einer jungen, teilweise aufmüpfigen und trotzdem anerkannten Kultur neben einem ebenso reichhaltigen, vorwiegend traditionsbewusst gestalteten Vereinsleben und der Pflege alter Bräuche wie des Chlefelen und insbesondere auch der Fasnacht mit dem rhythmischen Narrentanz der historischen «Maschgraden-Figuren».
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Ital Reding Hofstatt |
Bundesbriefmuseum |
Forum der Schweizer Geschichte |
Schwyz mit Kleinem und Grossem Mythen |
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Schmiedgasse mit Kirche St. Martin und den Mythen |
Herrengasse mit Kirche St. Martin |
Kirche St. Martin mit den Mythen |
St. Martin Gewölbegemälde |
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Heiligkreuzkapelle |
Heiligkreuzkapelle |
Hauptplatz: Rathaus und Hotel Wysses Rössli |
Hotel Wysses Rössli |
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Rathaus am Hauptplatz |
Brunnen-Mändl am Hauptplatz |
Das markanteste sichtbare Kennzeichen von Schwyz sind die Felspyramiden über dem Talkessel: der Grosse und der Kleine Mythen. Ihre Formationen beschäftigten von jeher die Geologen. Mit Sicherheit steht heute fest, dass Entstehungsort und heutige Lage nicht identisch sind. Die Gesteine sind in einem Teil des Ur-Mittelmeeres entstanden und wurden von dort beim Aufbau der Alpen durch den faltenartigen Zusammenschub des Ozeanbodens nahezu 150 km nordwärts gedrängt. Im Verlauf der Hebung der Alpen haben Wasser und Eis das Relief herausgearbeitet, höhere Decken zerstört und abgetragen und nur noch Relikte – beispielsweise eben die Mythen – als sogenannte Relikte zurückgelassen. Schliesslich formte während der letzten zwei Millionen Jahre die Eiszeit das Relief. In der letzten Kaltzeit (etwa 70 000 Jahre vor Christi Geburt) bedeckte der vereinte Reuss-Muota-Gletscher den Talkessel. Im Raum Schwyz erreichte der Eispanzer eine Mächtigkeit von rund 800 Meter; demzufolge ragten die Mythen als Felseninsel heraus. Entsprechend sind an den beiden Bergen auch heute noch Relikte von Moränen zu beobachten. Grösstenteils sind diese jedoch von nacheiszeitlichen Bergstürzen aus dem Mythengebiet zugedeckt worden.
1917 wurde der Skiclub Schwyz gegründet, dessen erster Olympiateilnehmer 1936 Josef Lindauer war.
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